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'Es muß nun doch vieles anders werden mit uns und auch mit dir, Ma non. Du bist, mein
lieber Schelm, am weitesten ab vom rechten Wege. Wie denkst du nun eigentlich
hinsichtlich deiner Zukunft?'
'Zukunft? - Ach, du meinst heiraten?'
'Ja, das vielleicht auch. Aber zunächst meine ich hinsichtlich deines Umgangs, deines
gesellschaftlichen Verkehrs. Wie denkst du darüber?'
'Nun geradeso wie früher. Mein Verkehr bleibt, wie er ist.'
'Das solltest du doch überlegen.'
'Überlegen? Ich bitte dich ... Ich möchte wohl das Gesicht des alten Bartenstein sehen,
wenn ich mich, angesichts meiner zweihundert Taler Zinsen, plötzlich auf meinen alten
Adel besönne. Wenn es mehr wäre, verzieh er mirs vielleicht. Aber ...'
'Also alles beim alten?'
'Ja. Und nun gar heiraten! So dumme Gedanken dürfen wir doch nicht haben; wir
bleiben eben arme Mädchen. Aber Mama wird besser gepflegt werden, und Leo braucht
nicht nach dem Äquator. Denn ich denke mir, seine Schulden werden nun wohl bezahlt
werden können, ohne Blumenthals und selbst ohne Flora. Flora selbst aber bleibt meine
Freundin. Das ist das, was ich haben will. Und so leben wir glücklich und zufrieden weiter,
bis Wendelin und Leo etwas Ordentliches geworden sind und wir wieder ein paar andre
Größen haben als den Sohrschen und den Hochkircher.'
'Du vergißt einen dritten, deinen Vater', sagte die Majorin, in der sich bei dieser
Übergehung zum erstenmal das Poggenpuhlsche regte.
'Ja, meinen Vater, den hatt ich vergessen. Sonderbar. Väter werden fast immer
vergessen. Ich werde mit Flora darüber sprechen. Die sagte auch mal so was.'
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